Samstag, 5. April 2008

Aquarium

Per email hab ich einigen schon den "Aquariumbericht" geschickt, aber als blog hab ich´s vergessen. Wem es durch seine email bekannt vorkommt: Tut mir leid. Ich hab´s aber bissl verändert!

Letzten Samstag waren wir in NY, Brooklyn, Coney Island beim Aquarium. Das ist klasse. Etwas älter schon, aber toll gemacht. Tragischerweise ist während unserer Anwesenheit ein Hai verendet. Es war Fütterungszeit, aber einer lag auf dem Boden auf dem Rücken. Tat sich nix mehr. Dann haben sie den Haibereich gesperrt.
Praktischerweise sind wir Mitglied im Zoo. Das bedeutet, wir haben in 4 Zoos in NY und dem Aquarium freien Eintritt. In ganz vielen Fällen spart man schon beim 2. Besuch Geld mit der Dauerkarte. Jedes Museum bietet das an und wenn man nicht so geschickt ist und kostenlosen Eintritt am Wochenende ergattert (siehe alten Beitrag von mir), sind die Eintritten sauteuer!

Draussen hinter dem Aquarium kann man dann gleich am Strand spazieren. Die hotdog Buden haben einen netten morbiden Charakter. Alles etwas runtergekommen, aber mit Charm! Wir hatten Spitzenwetter und die Warnungen, dass es hier auch mal gefährlich sein kann, kamen uns lächerlich vor!
Am boardwalk (diese breite Holz-Strandpromenade, wo alle paar meter ne Schraube rausguckt!) gab es einen fantastischen Stand: ein Haus in der Reihe fehlte und in dieser Lücke hatte sich allerlei Kram angesammelt: das gehörte zum Konzept "Shoot the freak"! Da unten rennt nämlich ein Kerl rum und oben kann man mit paintballs (mit Farbe gefüllte Munition) auf ihn schießen. Sie machen damit Werbung, dass das der einzige Platz in brooklyn ist, wo man auf jemand schießen kann, ohne dass der zurückschießt. Leider hat niemand mitmachen wollen.

Die Strecke dorthin war wieder abenteuerlich. Sooo riesige Schlaglöcher in so großer Dichte und das auf Schnellstrassen hab ich noch nie gesehen. Unfassbar!

Später waren wir mit den Kindern noch im Meatpacking District (mein aktueller Lieblingsstadtteil von NY) zum Essen. Wir schleppen sie mittlerweile in JEDES Restaurant. Das "Spice Market" hätt ich vor einem Jahr noch nicht mit ihnen betreten, aber bei babysitter-Mangel, macht man das dann halt. Die anderen Gäste waren sehr chic (wir kamen aus Aquarium und vom Strand! außerdem sind wir sowieso selten chic). Und sehr chic ist schon was in NY! Es war sehr dunkel, es war sehr ordentlich eingedeckt, das Essen war nicht kindertauglich, stark asiatisch angehaucht, die Diet-Coce war kein "free-refill" und kostete $3,50. Aber es war sehr lecker und auf dem Klo bekam man nach dem Händewaschen von der Handtuchreichfachkraft das Handtuch gereicht. Trixi wollte deshalb 2x auf´s Klo. Jaaaa-so chic war das da!
2008-03-29 Aquarium

Sonntag, 30. März 2008

Trader Joe´s................................................................ALDI

Trader Joe´s ist mein Lieblingsladen hier. Das ist so ein Öko-Supermarkt. Bissl wie Alnatura in Deutschland. Einfach anders. Der Laden ist klein. Es gibt eigentlich alles zu kaufen, aber natürlich kann er bei der Auswahl NIEMALS mit den Großen mithalten. Das will er auch gar nicht. Was man aber auch bekommt, ist Alkohol. Dazu muss man normalerweise den 08/15 Supermarkt verlassen und in einen Fachgeschäft fahren. Aus diesen Fachgeschäften kommt Steffen meist sehr lang nicht wieder raus. Sein Lieblingsladen ist "The wine library". Bei TJ´s (die nette Abkürzung für Trader Joe´s) gibt´s also praktischerweise ALLES. So weit könnt man ja jetzt einfach glücklich sein und dann erfahre ich, dass TJ´s ALDI gehört!! Ich konnte es nicht glauben. Lauri´s Klasse hatte letzten Sommer "Wandertag" zu wichtigen Stätten der Stadt (Bank, Polizei, Museum, Rettungswache und TJ´s) damals war ich mit und der Fachverkäufer erwähnte eine deutsche Kette hätte diese amerikanische Kette gekauft. Ich fragte nach und hab ziemlich unhöflich und unamerikanisch wiederholt "ALDIIIII???!" Ich glaub, ich hab das dann damals verdrängt. Jetzt kommt die große Astrid um die Ecke und meint in wikipedia steht ganz viel dazu. Tatsächlich! Theo Albrecht (ALDI Nord) besitzt TJ´s seit 1979 und sein Bruder Karl (ALDI Süd) und ALDI in den USA. Unfassbar. Ich geh weiterhin hin. (Was sagste jetzt, Astrid?!)

Mittwoch, 26. März 2008

Ostern

Nicht viel los mit den Amis an Ostern.
Die preschool hatte nur Karfreitag zu und die Schule noch die Folgewoche (das ist grad jetzt!), aber im normalen Leben ging alles unverändert weiter. Steffen musste sich also Ostermontag und gestern frei nehmen, damit wir ein bissl fort konnten.

Karfreitag besichtigten wir das sagenumwobene Kunstzentrum in Summit (das ist der Ort, in dem ich Deutsch unterrichte und der nur 15 Minuten Autofahrt entfernt ist). Sie bieten dort unter anderem Kinderkurse im Zeichnen... an und Lauri-Jake zeigt momentan Interesse an "sowas". Er ist seit 1 Stunde überzeugt, es mal auszuprobieren, aber vielleicht wandelt sich seine Meinung bis morgen wieder. Ich werde ihn gleich nach diesem Beitrag anmelden und dann MUSS er hin! Ich hoffe ja sehr, dass da nicht nur gackernde Mädels mitmachen...?!

Ostersamstag fand bei Donna eine Ostereiersuche statt. Das ist Michael´s Mutter von gegenüber. Ca. 20 Kinder machten mit und danach gab es einen snack bei denen in der Küche (die Küche ist so groß wie unsere Küche+Esszimmer in Friesenheim!).
Von 5:00-7:00 PM war Marlon auf nem Kindergeburtstag, Lauri blieb bei Michael, Trixi fuhren wir um 6:00PM zur kleinen Astrid (es gibt hier 2 deutsche Astrids: "klein" ist 5 und Trixi´s Freundin, "gross" ist 22 und wurde in einem alten Beitrag näher beschrieben!) und Christiane (die Mutter von Astrid und unsere babysitterin für diesen Abend) kam mit Trixi um halb 8 zu uns nach Hause und die Jungs kamen dann auch und sie verbrachten einen netten Abend.

Wir verbrachten in New York auch einen netten Abend. Wir trafen im Meatpacking District 9 andere Deutsche (fast alles BASFler/innen oder deren Gattinnen). Erst speisten wir im "Florent", ein französisches Restaurant, das es schon ewig gibt. Es öffnete 1985-da gab es dort im ganzen Gebiet nur tote Schweinehälften! Es ist immer voll und dementsprechend laut.

Anschließend schleppte uns Arne ins "Hogs and Heifers" (Schweine und Färsen; Färse=weibliches Kalb - na, Arne haste das gewusst?!). Sehr schräg!!!

A Country and Western biker bar, always packed and always crazy. Known for its energetic and sexy bartenders who encourage all females to dance up on the bar and contribute their bra to the collection hanging above the bar. A favorite for bachelorette parties, tourists, locals and motorcyclists. No cover charge, cheap drinks, and a great vibe. Interior featured in the 2000 movie, Coyote Ugly, a competitive downtown bar with a very similar vibe.
After becoming a haven for celebrities in the mid-90's (Brad Pitt, Gwenyth Paltrow, Daryl Hannah, Tony Curtis, Drew Barrymore, Harrison Ford), the bar skyrocketed to fame after a photo taken on September 7th, 1996, of Julia Roberts dancing on the bar and removing her bra, made its way onto the front cover of the New York Post, and then around the world.
The most famous famous celebrity visit was on October 23rd, 2003, by the legendary Beatle, Paul McCartney, who also proceeded to dance on the bar, and ultimately be photographed in a photo that would also make its way around the world.
The bar was started by Michelle Dell's husband, Allan Dell, in 1992, when the Meat Packing District was known for transvestite hookers and crack, not fancy restaurants and clubs. Dell slowly built the business, and in the process helped to turn around an entire neighborhood, turning Hogs and Heifers into a major tourist destination, and the Meat Packing District into one of the hottest club and restaurant destinations in the world.
Allan Dell died on June 7th, 1997, at age 31. Michelle Dell continues to operate the bar as its sole proprietor, as well as operating the much larger location, opened in 2005, in Las Vegas, NV.

Ewig blieben wir dann aber doch nicht. Woanders mochte uns ein Türsteher nicht einlassen. Der dachte wohl wir seien nur deutsche Touris! Sooowas!
Überall erblickten wir lange Schlangen, aber dann war da ein Fahrstuhl, der uns zu einem "Club"(??) brachte. Es war mehr eine Schreinerei mit einem weiteren großen Raum. Ich bin mir sicher, der Herr Schreiner wohnt hier sonst. Es gab eine offene Küche=Bierverkauf und ein normales Klo (für die Damen), im Eck ne Dusche (während unserer Anwesenheit unbenutzt...?!), ein Waschbecken im Heizraum (Herrenklo) und viel laute Musik. Das Rauchen war erlaubt. Nein-es wurde einfach von niemand verboten! Der Schreiner fährt sicher am Wochenende auf´s Land und machte fette Kohle mit seiner Bude. Wir mussten die üblichen $10 Eintritt zahlen.

Kurz vor halb 1 machten wir uns auf den Heimweg. Wir waren mit dem Auto in die city gefahren. Die Anreise dauert so immer etwas länger, aber man ist später schnell zu Hause. Um 1:00 AM lösten wir Christiane ab und sie hat jetzt einen Abend bei uns gut!

Der Osterhase versteckte noch schnell alles im living-, dining-, familyroom und sank dann zu Bett! Die vielen wilden Tiere würden ja jedes Ei draußen auffressen.

Ostersonntag saßen wir nach der Ostereiersuche um 10:00 im Auto und erreichten 1,5 Stunden später Philadelphia, unser Osterziel.

Wir hatten ein Hotel im Zentrum, die Kinder sprangen in den pool unter dem Glasdach im obersten Stockwerk und dann marschierten wir kreuz und quer durch die Stadt. Sehr schön. Gefällt mir wirklich sehr gut dort!
Wie sich das gehört speisten wir Philly Cheesesteak. Schmeckt nicht sooo schlecht, wie es aussieht, aber es hat mich auch nicht süchtig gemacht. Schokoeier sind mir lieber!
Cheesesteak with Cheez Whiz

Abends kehrten wir im "Django" ein. Das war ein französich-italienisches Restaurant. Eigentlich mit Kindern (zumindest mit unseren) eine Nummer zu chic, aber es klappte alles gut und war sehr lecker!

Montag waren wir im Reading Terminal Market (eine große Markthalle) frühstücken und zogen weiter zum Franklin Institute. Da wurde eine Sonderaussellung zu "Star Wars" gezeigt. Wir dachten ganz toll an Simon und Pascal und alle anderen "Star Wars"-Fans!
Ganz in der Nähe ist das Philadelphia Museum of Art. Dahinauf führt DIE Treppe, die Rocky hoch rennt, als er in seinem ersten Film trainiert. Sehr beeindruckend. Ich hab eben den Film bei blockbuster bestellt. Muss ich jetzt doch nochmal sehen! Im Kunstmuseum ist grad Frida Kahlo ausgestellt, aber weltweit sind wohl alle Kunsthallen Montags zu und so auch hier! Die Kinder hätten sicher auch überhaupt keine Lust gehabt (ganz anders als Steffen...).
Wieder folgte ein ausführlicher Besuch des Hotelpools!

Dienstag ging es dann endlich zur berühmten Glocke. Auch die vielen anderen Bauwerke drumherum bewundert wir ausgiebig. Das Wetter war hervorragend, die Kirschen blühten nahezu.
Dann ging es noch zu dem Italienischen Markt. Er zieht sich täglich über viele Straßenblocks hin und man kann in netten Cafes sitzen. Wir erwischten einen recht unbelebten Tag. Viele Stände hatten nicht aufgemacht, aber man konnte sich das sonstige Leben dort recht gut vorstellen!
Aus dieser Gegend stammt Rocky, arbeitet in einem der Kühlhäuser und kämpft mit Schweinehälften!

Unsere Kinder wollten heim. Wir dachten wir fahren über beschauliche Straßen heim, aber die Vororte von Philadelphia ziehen sich wie Kaugummi und wir waren wohl auch nicht in den besten Wohnlagen unterwegs...So schön das Zentrum ist, so trist und (unter)durchschnittlich ist die direkte Umgebung! Nach einer ganzen Weile erreichten wir das schöne Pennsylvania. Da war dann alles sehr schön. Wir sahen nur noch vereinzelte Villen und unser Kinder riefen ständig "DAAA-wollen wir wohnen!!!" Am Delaware, Grenzfluss zu New Jersey, liegt New Hope. Das ist ein netter kleiner Ort mit viel Tourischnickschnackläden. Die Kinder mochten alles! Hier legten wir noch eine Pause ein und dann brauchten wir nur ne knappe Stunde heim.

Alles sehr schweinelastig: Meatpacking District, Hogs and Heifers, Rocky im italienischen Viertel. Auf dem Philly Cheesesteak war Rind.

Freitag, 21. März 2008

Frühlingsanfang



Einen fröhlichen Frühling wünsch ich allen. Hier ist es mit +2°C zwar bitterkalt, aber die Sonne strahlt und der Himmel ist knackeblau!

Mittwoch, 19. März 2008

Dienstag, 18. März 2008

Shane MacGowan

Steffi und ich hatten gestern das große Vergnügen "The Pogues" im Roseland Ballroom in New York zu sehen. Shane MacGowan war dabei und großartig in Form! Es ist jedesmal eine unvergleichliche Atmosphäre im Saal zu spüren, wenn zuerst die Pogues und dann - etwas schleppend, die Zigarette vom Manager angezündet - Shane auf die Bühne kommen. Bei "Streams of Whiskey" geht's dann richtig zu Sache und man kann sich schon mal warmtanzen. Er spielt zwar nur noch so um die 15 Konzerte pro Jahr, die scheinen aber weniger häufiger auszufallen oder frühzeitig abgebrochen zu werden als noch vor 20 Jahre, als legendäre Konzerte noch in der Eberthalle stattfanden. Philip Chevron war ebenfalls genesen. Uwe, du musst nächstes Jahr mitkommen. Sie spielen immer am Wochenende von Saint Patrick´s Day in New York. Bei einigen Konzerten auf dieser Tour war Shane nicht ganz so "kohärent" wie die Amis das beschreiben, wenn einer etwas abwesend ist. Bei diesem jedoch war er groß in Form. Dank auch einer Boutaille Whiskey. Bei einigen Liedern waren die fehlenden Schneidezähne zu hören. Die mosh pit war mit einigen irischen Stiernacken besetzt aber wir haben gut dagegen gehalten. Wir waren erst um 1:00 zu Hause und haben einige blaue Flecken. War klasse! Wir hoffen auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.
2008-03-14 Pogues Roseland Ballroom NYC



Hier die Setlist.
Streams Of Whiskey
If I Should Fall From The Grace Of God
Majestic Shannon
Turkish Song Of The Damned
Pair Of Brown Eyes
Dark Streets Of London
Tuesday Morning
Sayonara
Kitty
Sunnyside Of The Street
Repeal Of Licensing Laws
1000's Are Sailing
Body Of An American
Boys From County Hell
Love You Till The End
Greenland Whale Fisheries
Dirty Old Town
Bottle Of Smoke
Sick Bed
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Sally McLellan
Rainy Night In Soho*
Irish Rover
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Star Of The County Down
Poor Paddy
Fairytale Of New York (w/ Ella Finer)
Fiesta*


Montag, 17. März 2008

Leprechaun

Happy St. Patrick´s Day Trixi hat mir über diesen Herrn folgendes erzählt: "Sie sind klein und ganz bisschen grün und in unserer preschool hiden (verstecken) sie immer jeden Tag woanders. Mrs. Owen (ihre Erzieherin) hat keinen echten sondern nur so einen cosy (Stofftier). Die machen lieben Quatsch. Sie kommen ein paar Tage vor St. Patrick´s Day und danach sind sie weg. Er redet englisch und hat nie Hunger." Wer noch mehr über ihn wissen mag, muss eine andere Informationsquelle anzapfen. Ich hab´s nicht kapiert! ALLE sind heute in GRÜN zur pre-school gegangen