Samstag, 7. Juni 2008

Garage sale, yard sale, moving sale

Das ist ja so schön aufregend! Garage sale, yard sale, moving sale an jeder Ecke! Diese Samstage sind klasse. War heute früh um 9:00 mit Lauri zusammen schon erfolgreich. $2 für 4 Kinderbücher und noch viel besser: einen Tisch für den Garten und eine versenkbare alte Singer Nähmaschine for free, fer umme! Die Nähmaschine geht zwar nicht so ganz richtig und ich hab auch sicher nicht vor, die Löcher in den Kinderklamotten beseitigen oder gar neue Sachen zu produzieren, aber vielleicht kann man sie ja zu Höchstpreisen verkloppen?! Mag sie einer der interessierten Leser vielleicht?
Der ganze Spaß wird seinen Höhepunkt Mitte/Ende Juni erreichen. Dann ist hier Sperrmüll. Phantastisch. Wir alle (außer Steffen) freuen uns schon!
Von Nachteil ist heute, dass es 36°C warm werden soll. Die Klimaanlage wird auch bei uns bald angeworfen, da die pappige Schwüle dann immer gleich mit eintrifft. Widerlich! Und der pool eröffnet heute nicht! Sie hatten jetzt seit September Zeit das Ding zu renovieren und müssen die grandiose Eröffnung um 1 Woche verschieben, da sie nicht fertig werden. So ein Schmarrn! Da zahlt man $350 um 12 Wochen schwimmen zu dürfen und dann so was! Vielleicht bekommt jeder als Trost ein Eis spendiert...?!
Marlon hat um 1:00PM ein baseball Spiel. Auch kein Spaß! In der prallen Sonne bis zu 2 Stunden warten, dass mal einer diesen dusseligen Ball trifft und man ein bissl rennen kann. In den letzten Woche wurde es soooo oft abgesagt, da es schüttete und heut werden sie dahin schmelzen. Dann werden sie sicher auch als Trost, Ansporn, lebenserhaltende Maßnahme, Lockmittel oder sonstwas ein Eis bekommen...Im Moment (halb 12) hat es schon 29°C.

Mittwoch, 4. Juni 2008

ESL

Gestern war das jährliche gemeinsame dinner aller ESL Schüler von Westfield.
ESL bedeutet English as second language=Englisch als zweite Sprache. Es ist unglaublich, was das amerikanische Schulsystem hier leistet. Westfield hat ca. 30. 000 Einwohner und es gibt aktuell ungefähr 40 ESL-Schüler aus überwiegend asiatischen Ländern. Das sind nicht nur Kindern im Grundschulalter, sondern bis hoch zur highschool. Immer wieder ziehen Leute aus dem Ausland her und die Kinder können die neue Sprache üüüüüüberhaupt nicht. So bekommen sie teilweise täglich 30 Minuten Einzelunterricht und das jeden Tag während der normalen Unterrichtszeit und im Schnitt 3 Jahre lang! Da kann man die Kinder in Deutschland doch nur bedauern, wenn sie ohne oder mit schlechten Deutschkenntnissen in die Schule kommen und ein Lehrer muß sich um sie im normalen Schulbetrieb irgendwie mitkümmern. Und dann geht so ein Ausländergrundschüler nach ollen 4 Stunden heim und hört wieder nur seine Muttersprache. Wie soll das denn was werden?! Zusätzlich sind hier die Klassen kleiner und es gibt fast die ganze Zeit noch einen zusätzlichen "Hilfslehrer". So ist ein ganz anders Arbeiten möglich! Allerdings wohnen wir in hier auch in einer sehr guten Wohngegend. Viel Geld=gute Schulen!

Unsere Jungs hat ESL am Anfang "gerettet". Und jetzt?! Sie sind entlassen! Ihr Englisch ist gut genug und sie können wie jeder normale Ami ihren Schultag von 8:40 bis 3:05 genießen. Die ESL-Lehrerin und die normalen Lehrerinnen und wir sind stolz auf sie!

Zurück zu gestern: alle brachten ein Gericht ihres Landes mit und da viele Asiaten dabei waren, war das dann richtig exotisch und sehr lecker. Die Deutschen brachten Kartoffelsuppe, Hackfleischbällchen, Kartoffelsalat. Auch gut. Es wurden kurze Reden gehalten, alle Kinder geehrt, Fotos geschossen und viel geschwätzt. Eigentlich schade, dass wir nächstes Jahr nimmer dabei sein dürfen.

Sonntag, 1. Juni 2008

"Sex and the city"

Keine Angst: ich werd nix über den Inhalt oder das Ende verraten. Wer ihn noch nicht gesehen hat, kann also trotzdem ruhig weiterlesen!
Hier laufen neue Filme immer erst Freitags an. (Da habt ihr in Deutschland einen gewaltigen Vorsprung!) Wir waren dann aber auch gleich zu fünft drin. Da die "normalen" Vorstellungszeiten 7:30, 8:15 PM schon 2 Tage vorher ausgebucht waren, gingen wir erst was Trinken und dann um 10:45 rein. Es war dann auch ausverkauft und an diesem Tag wurden in den USA Eintrittskarten im Wert von $26,93 Millionen verkauft!!! Da haben die weiblichen Zuschauer wohl die männlichen mit ihrem "Indiana Jones" übertrumpft.
Um es gleich vorwegzunehmen: die Handlung haut einen nicht vom Hocker und wenn man NIE (gibt es das???) eine der Serien gesehen hat bekommt man im telegrammstil zu Beginn eine Zusammenfassung verpasst. Dann legen sie so los, wie sie vor 4 Jahren aufhörten. Einfach klasse. Alle haben sie ununterbrochen neue Klamotten, Schuhe, Hüte, Frisuren, Schmuck, Schuhe, Handtaschen und erwähnte ich schon SCHUHE? Ein Traum. Vorallem mit dem passenden begehbaren Kleiderschrank. Da könnte sonst eine ganze Familie drin hausen! Der Film ist lang: 2 Stunden und 22 Minuten, aber die braucht man auch um sich in dem Luxus zu aalen. Das Publikum war phantastisch. Es wurde applaudiert, gelacht, geweint, aufgestöhnt...Und das alle gemeinsam. Wir lebten kollektiv mit. Toll!
Die Kritiken müssen ihn natürlich auseinanderpflücken: "And while all of that is pretty and shiny and glamorous, it´s not really a movie. It´s a clothes catalog that talks."
Stimmt! Und das ist awesome!

Montag, 26. Mai 2008

Memorial Day

Heute war ja Feiertag-Memorial day- und ich hab mir meinen ersten Sonnenbrand für dieses Jahr eingefangen. Wir sind gleich um 9 nach Point Pleasant gstartet. Das ist ein Ort am Meer mit tollem Strand und boardwalk. Da kann man alles erwerben, was der Mensch (und vorallem das Kind) am Strand braucht oder auch nicht und man kann sich von Fressbude zu Fressbude wälzen und man kan in zig Spielhöllen versacken. Wir waren vor den großen Menschenmassen dort (1 Stunde Fahrt) und erwarben einen Parkplatz für den ganzen Tag für nur $15. Da mußten wir nochmals $19 für den Strandeintritt berappen. Wir trafen zufällig ein paar Freunde und die gingen GARNICHT an den Strand sondern zogen nur auf der Promenade umher...?! Am Strand war es kalt. Richtig kalt. Trotzdem richteten uns erst mal mit unseren Klappstühlen und allem ein und die Kinder stürzten in die Fluten. Sie bleiben nur sehr kurz drin und zogen dann in die Spielhölle. Ich fror am Strand und bekam Sonnenbrand. Wieder vermisse ich den deutschen Quark. Zu Glück verbrannte ich mir nur das Gesicht und die Unterarme, da es ja zu kalt zum weiteren Ausziehen war (erwähnte ich schon, dass es kalt war?). Der Wind war sooo fies. Später setzten wir uns zum gesunden Mahl (Pizza und Pommes) in eine geschützte Ecke und dann wurde es einem wohlig warm! Steffen und die Jungs hauten ein paar baseball Bälle im batting cage und dann düsten wir wieder heim. Hier war es viel wärmer. Spontan gingen wir noch auf ne Fete bei den Nachbarn schräggegenüber und alle Kinder lieferten sich eine Wasserballonschlacht. War richtig nett!

Viele, viele Feste

Sonntag war wieder ein Fest beim Deutschen Club in Clark. Frühlingsfest mit Bratwurst, Sauerkraut, Gulasch, Spätzle, Bier vom Fass, Volksmusik, Trachtentanz. Toll. Wir genossen es mit 2 befreundeten Familien von 12:00-3:00.
Dann zogen wir weiter zum zweiten Termin. Grillen bei finnischen Freunden mit 5 Söhnen. Hier kamen noch 2 weitere Familien dazu und wir verweilten bis 8:00. Die Finnen haben ganz viel finnisches Geschirr von den Firmen Iittala und Arabia und Textilien von Marimekko. Da bekam ich Lust im August in Helsinki ordentlich zu shoppen!

Donnerstag, 22. Mai 2008

Sportskanonen

Wir stehen heute in der Zeitung, da wir 3 Mädels (alles BASF-Gattinnnen, Tamara, Christiane und ich) die housetour mit den Rädern bewältigten!
"The Westfield Leader" hat das tatsächlich geschrieben!

"Ms. Gabriel (home tour chairperson) also spoke of three local residents, originally from Europe, who chose to travel the entire home tour by bicycle."

Und auf der Titelseite ist ein Foto auf dem man sieht, wie die 4.500 Quietscheenten zu Wasser gelassen werden und Steffen ist deutlich im gaffenden Publikum zu erkennen! Phantastisch.