Montag, 20. Juli 2009

Rafting auf dem Colorado River

Hier ein aktuelles Foto von unserer Rafting Tour auf dem Colorado River, bevor wir in die Stromschnellen eingetaucht sind. Zum Glück hat Trixi Kurs gehalten.

Badesachen statt Mülltüte


Ist das nicht cool? In New York gibt´s viel zu wenig Möglichkeiten schwimmen zu gehen und so kamen Leute auf die Idee ausrangierte Müllcontainer zu pools umzufunktionieren.


13. Tag, 3.7.09

Heute sind wir sehr früh gestartet. Haben noch ein paar gute Sonnenaufgangfotos von außen vom Monument Valley gemacht und fuhren weiter nach Page. Dieser Stopp war ursprünglich nicht geplant, aber da wir ja durch Krankheit im Bryce Canyon 1 Tag gewonnen haben, müssen wir den woanders verprassen! Erstmal sahen wir uns den Antelope Canyon kurz vor Page an. Es ist ein sogenannter geschlossener Canyon. Man sieht teilweise nicht den Himmel. Die bunt gebänderten und glatt geschliffenen Sandsteinformationen sind irre. Bei Regenfällen in der Nähe kann es gefährlich werden. Hochwasser kann dann sehr schnell auftreten und man kann sich kaum in Sicherheit bringen. Aber wir hatten ja erst am Vortag Regen gehabt. 2x wird einem das in der Wüste nicht passieren!!! Durch die immer wieder auftretenden Hochwasser werden die Wände immer wieder nachgeschliffen und sind nicht verschmutzt. Eigentlich sollte man zur Mittagszeit durch laufen, da dann die Sonne direkt von oben hinein scheint und man die besten Fotos manchen kann, aber wir waren zu früh. Um 10 waren wir schon da und wollten nicht warten. Wir waren wegen der Zeitverschiebung von Arizona nach Utah 1 Stunde früher dran! Dieser Canyon ist im Privatbesitz der Navajo und kann ihn nur im Rahmen einer Führung mit ihnen besichtigen. So wurden wir wieder mit einem Touribus zum Eingang gekarrt und durchliefen mit unserm Führer den Canyon. In ca. 15 Minuten ist man durch und dann konnten wir allein zurück trödeln. Wir hatten eine irres Glück die frühere Tour gemacht zu haben. Als wir nämlich raus wollten, strömten uns die Massen entgegen. Und drin ist es teilweise sehr eng. Die Indianer machen damit richtig gut Geld!
http://www.schnehagen.de/images/Mono/AntelopeCanyon.jpghttp://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/b5/USA_Antelope-Canyon.jpg/300px-USA_Antelope-Canyon.jpg

Page ist eigentlich bekannt, weil hier der Lake Powell ist. Das ist ein riesengroßer Stausee (zweitgrößter künstlicher See der USA! der größte ist der Lake Mead, Hoover Dam) in der Wüste. In den Fünfzigerjahren wurde hier der Glen-Canyon-Staudamm am Colorado gebaut. Wie Polypenarme greifen die 96 Seitencanyons des Sees in die Wüste hinein und statten ihn mit einer 3000km langen Uferlinie aus (länger als die amerikanische Pazifikküste). Somit wirkt der See nirgends besonders groß. Es geht aber immer wieder weiter hinter einem Felsen und man kann sich schnell mit dem Boot verfahren....Der Ort Page entstand aus der Siedlung für die vielen Staudamm-Arbeiter. Rundum den See ist es genauso trocken wie überall sonst. Sieht etwas skuril aus! Blaues Wasser, rote Felsen, blauer Himmel. Kein Grün.
http://www.destination360.com/north-america/us/utah/images/s/utah-lake-powell.jpg
Was man auf dem Foto im Wasser sieht sind Hausboote. Das ist der Hit hier. Man dümmelt mit einem Hausboot langsam tagsüber über den See und abends legen sie am Hafen an. Bin mir nicht sicher, ob sie das müssen oder ob sie dann die Nase voll haben von ihrem Boot. Die sehen aus wie Wohnmobile auf dem Wasser.

Wir ergatterten noch einen Stellplatz auf dem Campinglatz am See und marschierten dann an den Strand. Das war etwas enttäuschend. Es geht da direkt steil ins Wasser und der Strand ist mehr aus Schotter. Die Kinder hatten Spaß. Wir konnten sie dann aber weiter zum pool locken. Der gehört zur benachbarten Hotelanlage und die Campingplatzleute dürfen ihn mit nutzen. Schön. Sehr schön. https://secure.zaurak.lunarpages.com/~natio16/images/lakepowell/wahweap_pool.jpg
Dort bekamen wir sogar Handtücher, Liegestühle und konnten Cocktails käuflich erwerben. Bissl Luxus ist schon schön!

Um 5:30pm nahmen wir den (letzten?!) shuttlebus zurück und wollten hot dogs und Marshmellows grillen, aber es war so windig, dass wir es erstmal aufgaben. Die Würstchen kamen wie immer in den Topf und später schafften wir es doch noch mit vereinten Windabschirmungskräften ein tolles Feuer zu entfachen.

dog groomer

Wer weiß was ein "dog groomer" ist?
Eben klingelte mich eine Nachbarin aus dem Haus, da bei ihr im Garten ein Vogelbaby aus dem Nest gefallen ist und sie zu klein ist um es wieder rein zu setzen. Ich also mit zu ihr, da ich ca. 1 Kopf größer bin und kämpfte mich auf der obersten Sprossen einer sehr hohen Leiter stehend durch die Zweige einer Fichte. Mich juckts jetzt überall, aber das Küken ist sicher im Nest! Ja, und diese ca. 19-jährige Nachbarin (es ist also eigentlich die Tochter) erzählte mir dabei, dass sie eine Fortbildung zum dog groomer macht. Es ist ein Hunderfriseur! Fragt sich allerdings von was sie die Fortbildung macht, vom Menschenfriseur? Oder Hundezähneputzer, Hundemanikeur, Hundepedikeur...Hier gibt´s alles.

Freitag, 17. Juli 2009

Putzen!

Hab grad keine Zeit den Urlaubsbericht weiter zu schreiben. Bin am Vorbereiten für unsere Gäste. 10 Stück auf einmal sind es diesmal. Mich hat erstaunlicherweise die Putzwut ergriffen. Und das muß genutzt werden! Die Hälfte der Fenster sind schon sauber, naja sowas ähnliches wie sauber. Oft sind es 2 Fenster und sie sind auf merkwürdigste Weise fest verschraubt. Da öffne ich lieber nix. Also bleibt der Dreck (meist Spinnweben und tote Insekten) zwischen den 2 Fenstern drin. Von außen kann ich die Fenster im 2. Stock nur von der Leiter im Blumenbeet putzen. Ganz schön wackelig. Und ausgerechnet jetzt ist es pappig schwül. Ich bin genauso naß wie die Fenster! Und die im 3. Stock müssen von außen dreckig bleiben. Soweit bin ich aber noch lang nicht! Ich glaub die Fensterbauer und Fensterputzer sind eine Sippe. Ich bauen die Fenster extra so beknackt, dass amn eine Firma gerne beauftragt. So funktioniert die amerikanische Dienstleistungsgesellschaft halt!

Mittwoch, 15. Juli 2009

12.Tag, 2.7.09

Es ging heute weiter zum Monument Valley. Auf dem Weg kamen wir an den 2 folgenden Motiven vorbei:

http://www.moabhappenings.com/assets/holenrock.jpgHier war ich schon mal ca. 1976. Eine ganz ähnliche Tour machten meine Eltern mit Andreas und mir nämlich bevor wir von Canada nach Deutschland zurückzogen. Im August muß ich mal die Fotoalben meiner Eltern wälzen und werde wahrscheinlich öfter denken, da war ich ja schon überall. Also, an dieses Loch im Felsen kann ich mich erinnern, aber damals war alles besser! Jetzt ist es total touristisch. Lehne ich ab!


http://www.explorefourcorners.com/moabutah/photo_gallery_new/wilson_arch.jpgDiesen Bogen, den Wilson Arch sieht man einfach so von der Straße aus. Great!

Das Monument Valley ist KEIN National Park. Er gehört den Indianern. Er heißt Navajo Tribal Park. Die Navajo nennen das Tal "Tse´Bii´Ndzisgaii". Und die Indianer machen fett Kohle damit. Haben sie auch bitter nötig. Ist teilweise echt traurig wie erbärmlich sie leben!Die Navajos haben eine eigene Regierung, die frei gewählt wird, sowie eine eigene Polzei. Die Kinder besuchen Schulen außerhalb des Reservates und kehren erst spät am Nachmittag von dort zurück. Die traditionelle Wohnform sind Hogans, ein Rundbau aus Holz und Steinen, die teilweise in die Erde gebaut werden und weit über das Land verstreut sind. Die Armut im Reservat gleicht derjenigen in einem Land der Dritten Welt. Über die Hälfte der rund 269.000 Einwohner (Census 2000) lebt unterhalb der Armutsgrenze. Das durchschnittliche Jahreseinkommen liegt bei knapp 11.885 US-Dollar pro Kopf, rund ein Drittel von dem der übrigen USA. Die Arbeitslosenrate beträgt rund 40%.
Da es kein National Park ist, galt unser grandioser National Park Ausweis, den wir uns gleich im ersten Park (Yosemite National Park) kauften, auch nicht. Wir hätten pro Fahrzeug und pro Nase zahlen sollen. Allerdings wird das Visitorcenter grad renoviert und mit einem RV kann man die Straßen im Park überhaupt nicht befahren! Wir hätten also nur zu dem Hotel und einem Aussichtspunkt fahren können. So drehten wir erstmal um und fuhren zum Campingplatz, da wir eh eine Tour buchen wollten/mußten. Die war aber so richtig teuer. $180 für uns 5. Aber wenn man nun schon mal hier ist, will man auch rein. Raffinierte Indianer! Mit uns fuhr eine andere Familie mit 2 Kindern und die waren sehr lustig. Sie waren mit dem Flugzeug unterwegs. Es ist nicht ihr eigenes Flugzeug, aber er ist Mitglied in einem Flugzeugverein (hört sich komisch an, mir fällt kein bessserer Name ein. Ist auch schon spät!) und da kann er sich eins leihen. Wir sahen es später auf dem Miniflugplatz mit 2 anderen rumstehen. Da passen vielleicht 6 Leute rein. Witzig! Unser guide war fett und konnte kaum schnaufen und reden. Egal. Wir wollten ja die Sandsteingebilde sehen! Nach ca. 30 minuten fing es an zu schütten. Es war ein richtig heftiger Regen. Der Bus in dem wir saßen hatte zwar ein Dach, aber keine Wände. Wir waren ruckzuck patschnaß und dann wurde es auch kalt!!! Und das in der Wüste. Irre. In Sekundenschnelle entstanden überall Bäche. Das Wasser schoß nur so über die Fahrbahn. Unser Fahrer hielt kurz an, damit wir in seinem Windschatten sitzen und dann ging es unbeirrt weiter. Wir hielten an mehreren Punkten wo man normalerweise tolle Fotos machen kann. Man konnte NIX sehen. (Auf dem Rückweg hielt er an manchen Stellen nochmals und dann sah man was.) An diesen Fotopunkten stehen normalerweise auch die Schmuckverkaufsstände der Indianer. Die brachten sich aber alle in Sicherheit. Wir sahen einen tollen Wasserfall, wo ansonsten KEIN Wasser ist. Alles sehr beeindruckend. das beste war aber der geruch. Die Halbsträucher und Kräuter dufteten um die Wette. Toll!
http://www.vegas-dreaming.com/images/monument_valley01.jpg

Was taten die Kinder wohl als wir zurück waren: pool! Dieser hier war innen, aber ich konnte mich hinter die Glaswand draußen in einen Liegestuhl fläzen!

Zum Campingplatz gehörte noch ein Hotel wo wir später hinflanierten. Dort gab es ein Filmmuseum und die Hütte in der John Wayne nächtigte.Das Monument Valley wird auch als John Ford-Country bezeichnet, da dieser Regisseur bereits vor dem Zweiten Weltkrieg seine Western (unter anderem Stage Coach mit John Wayne) bevorzugt dort drehte. Ein Felsvorsprung, der mehrmals als Kamerastandort verwendet wurde, ist nach ihm benannt. Nach dem Krieg zeigten die Filme Fords die außergewöhnlichen Felsformationen erstmals in Farbe, so in Der Teufelshauptmann (She Wore a Yellow Ribbon, 1949). Regisseur Sergio Leone nutzte das Monument Valley für sein Western-Epos Spiel mir das Lied vom Tod. Später knüpften Roadmovies wie Easy Rider an diese Tradition an.

Sowohl das eigentliche Monument Valley als auch die ähnlichen Landschaften beiderseits des dort hinführenden Highways dienen als beliebte Kulisse für Werbung (Zigaretten, Autos, Motorräder, Tourismus usw.). Dadurch gilt diese landwirtschaftlich kaum nutzbare Gegend inzwischen als der Wilde Westen schlechthin.

http://www.destination360.com/north-america/us/utah/images/s/utah-monument-valley.jpg

Den Sonnenuntergang fotografierte Steffen auf dem RV Dach stehend. Übrigens sind all die Fotos, die ich hier eingefügt hab, nicht unsere. Steffen ist grad auf Dienstreise und ich beherrsch das mit den eigenen Fotos einfügen immer noch nicht. Ich will es aber wirklich lernen!

11. Tag, 1. 7.09

7:15 klingelte der Wecker und dann liefen wir zu Adventureland, dem Verein der uns mit einem Bus an den Fluß kutschieren sollte und dann mit Rettungswesten bewaffnet in ein Schlauchboot setzen sollte. Wir waren zu neunt in einem Boot und es ging recht gemächlich los, aber 4mal hatten wir ordentliche rafts! Toller Spaß.
http://www.griffithexp.com/images/one-day-rafting.jpg


Um 1:00 Uhr mittags waren wir wieder zurück und es war heiß, 37°C. Puuuh!
Nach einer Mittagpause im runtergekühlten RV zogen wir los zum Arches Nationalpark. Diese Bögen muß man einfach mal gesehen haben. Großartig! Wir fuhren und liefen 3 Stunden in dieser Gegend umher, dann ergaben wir uns den Protesten der Kinder. Sie wollten keine Steine mehr sehen!
http://farm2.static.flickr.com/1304/767487337_7d86affc9c.jpg

Hier verbrachte ich viel Zeit mit den Jungs. Trixi war auf der Rückfahrt von den Arches eingeschlafen und so untersuchten wir zu Dritt JEDEN Stein,der hier zu verkaufen war. Marlon ist da ja echt geduldig! Irgendwann hatten sie sich zum Glück entschieden. Der ältere Herr ist übrigens der Chef und ich glaub der kennt sich echt gut mit seinen Steinen aus. Ansonsten erschien er etwas weltfremd!
tn_DSCF1390.JPGtn_lin.jpg


Später flanierten wir noch durch andere Geschäfte im Ort, waren beim Italiener essen und natürlich hüpften sie noch im pool rum bis der um 9 schloß.