Sonntag, 3. Februar 2008

Die Ratte kommt

Am 7. Februar ist Chinese New Year, das Jahr der Ratte beginnt. Da unseren internationalen Club eine Chinesin organisiert, haben wir das gestern mit einem Abendessen gefeiert. Wir waren mit 12 Paaren in nem chinesischen Restaurant. Das Essen war sehr lecker. Es sind dort auch einige "echte" Chinesen gewesen, was doch immer ein Zeiger ist, dass es etwas authentisch ist. So ganz echtes chinesisches Essen muß aber auch gar nicht sein (...gell, Andreas?!) Wir hatten alle viel Spaß, aber betrunken war niemand zum Schluß.

Unsere Babysitterin (natürlich Astrid!) hat sich bei uns zwischenzeitlich als Punk verkleidet und ist noch in die City (Loreley) auf den Karneval. Wenn man sich auskennt, muß man hier auf kein Fest der Welt verzichten!


Lauri-Jake war auch aus. Er ist mit seiner Basketball-Mannschaft nach dem Spiel (sie haben gewonnen!) Pizza essen gewesen und dann hat ihn der eine Trainer nach Hause gefahren.

Jetzt müssen wir uns langsam auf den Super Bowl vorbereiten. Es ist allerdings erst kurz vor 11 und die Sonne scheint bei +5°C. Ich werd das Volk mal ein bissl raustreiben! Wir rechnen mit eurer live Anwesenheit vor den deutschen Glotzen um Mitternacht!

Freitag, 1. Februar 2008

Und täglich grüßt das Murmeltier

Die Jungs kamen heut aus der Schule heim und erzählten mir was von nem groundhog (=amerikanisches Murmeltier), das das Wetter morgen vorhersagt.

So, dachte ich, jetzt sind die Amis echt durchgedreht. Präsidentenwahlkampf und Super Bowl und Valentinstag und fehlenden Schnee kann ich ja verstehen, aber Frühjahrswetter durch ein Murmeltier vorhersehen lassen...?!

Da fiel mir dieser Film ein. Und täglich grüßt das Murmeltier ist eine Filmkomödie aus dem Jahr 1993 in der Bill Murray als Phil Connors einen egozentrischen, zynischen TV-Wetteransager spielt, dem es davor graut, seiner alljährlichen Verpflichtung nachzugehen, von einem Wetter-Ritual in der Kleinstadt Punxsutawney zu berichten.

Die Dreharbeiten fanden nicht in Punxsutawney, sondern im rund 600 Meilen entferntenWoodstock, Illinois, statt. Einer der Gründe: Das tatsächlicheMurmeltier-Ritual wird in Punxsutawney nicht wie im Film mitten in der Stadt, sondern etwa einen Kilometer außerhalb in einer Waldlichtung abgehalten. Außerdem meinte Regisseur Ramis, dass Woodstock „einfach einen passenden Eindruck“ machte.

Einige der Szenen wurden gedreht, als es draußen ziemlich kalt war. Die Leute aus der Stadt brachten der Film-Crew Heizgeräte als Unterstützung. Man begann mit den Dreharbeiten im Januar 1992 und wurde im April fertig. Noch heute wird in Woodstock alljährlich vom 27. Januar bis zum 2. Februar ein Fest zur Erinnerung an die Dreharbeiten gefeiert. Inbegriffen sind Führungen zu den Schauplätzen des Films, die sich nahezu ausschließlich rund um den Platz in der Stadtmitte finden lassen. Nur das Haus, in dem Phil Connors wohnte, liegt einige hundert Meter von der Stadtmitte entfernt am südlichen Ende der Madison Street.

In Wirklichkeit wird seit 1887 in Punxsutawney jährlich am 2. Februar (also am katholischen Feiertag Mariä Lichtmess) der Groundhog Day unter großer Medienteilnahme gefeiert. Erwacht das Tier an diesem Tag und wirft einen Schatten, bleibe es (für sechs weitere Wochen) winterlich, ist – wetterabhängig – kein Schatten sichtbar, so nahe der Frühling, besagt eine dortige Wetterregel, die angeblich auf deutsche Einwanderer zurückgeht. In den letzten 119 Jahren sah Punxsutawney Phil 96-mal seinen Schatten, 14-mal war das nicht der Fall – zuletzt 1999 (aus 9 Jahren liegen keine Aufzeichnungen mehr vor). Die Besucherzahlen des Murmeltiertags sind durch den Film bis auf das Vierfache gestiegen.

Im Film ist es am Groundhog Day um 6 Uhr morgens bereits hell. Tatsächlich geht in Punxsutawney am 2. Februar die Sonne aber erst gegen 07:20 Uhr auf, so dass es in Wahrheit noch stockdunkel sein müsste. Das fand ich ein weiteres interessantes Detail.

Eben entdecke ich unserem Wandkalender von der Schule, dass morgen tatsächlich dieses großartige Ereignis eingetragen ist. Ich kann immer wieder nur Staunen!




Donnerstag, 31. Januar 2008

Kein Fieber mehr

Trixi ist genesen. Seit heute hat sie kein Fieber mehr und klagt nur ab und zu über "Schmerzen" im Hals, am Fuß, am Bauch...??!!!
Heut ist sie nochmals zu Hause, aber morgen muß sie in die preschool. Dann hat das Lotterleben für mich auch wieder ein Ende. Ich hab in den letzten Tagen unendlich viele Kinderbücher vorgelesen. Kann und will nimmer! So ein paar Großeltern wären schon nützlich.

Mittwoch, 30. Januar 2008

Superbowl XLII am Sonntag, 3. Februar 2008

Wir nähern uns mit großen Schritten dem wichtigsten Sportereignis des Jahres. Nein, damit sind nicht die Olympischen Spiele gemeint oder gar dieses Regionaltreffen der europäischen Fußballer, sondern das Endspiel im American Football, der Superbowl XLII am Sonntag, 3. Februar 2008. Nach der Eisschlacht der letzten Runde geht es nach Arizona. Dort stöhnen im Moment die Einwohner über "kalte" 18 bis 20 Grad Celsius, während die New York Giants und New England Patriots verzweifelt versuchen, sich wieder an warmes Wetter zu gewöhnen.
Der Superbowl wird in diesem Jahr von der ARD übertragen, ab Mitternacht, erwartete Länge 270 Minuten. Ich denke sehr viele von euch werden es live verfolgen! Enttäuscht mich nicht.
Wir werden das Spektakel bei unseren Nachbarn Kate und Carmine sehen und dabei ununterbrochen essen (nur ungesunden Kram) und Bier trinken! Das macht man so! Für den aufmerksamen Leser sind diese Nachbarn keine Unbekannten. Dort feierten wir schon den Unabhängigkeitstag (siehe alten Beitrag vom Samstag, 7. Juli 2007: Independence day 4 of July). Es wird sicher ähnlich klasse werden! Bericht folgt dann nächste Woche.


Dienstag, 29. Januar 2008

Mittagessenspende am Dienstag

Folgende email bekam ich grad von der Schule. Wären solche Hilfsaktionen in Deutschland auch möglich? Es geht dabei ums alltägliche helfen, nicht nur im Katastrophenfall oder zu Weihnachten.

Dear Franklin Families,

The Franklin School Student Council is launching its first service project. "Two Lunch Tuesday" will provide bag lunches to needy individuals who arrive daily at the St. Joseph’s Social Service Center in Elizabeth. Students who would like to participate need to make an extra lunch in a brown bag to bring to school on Tuesday mornings. Student Council representatives will collect these lunches before 9 a.m. and bring them to a central location in our school.

Here is where we need some help... We are looking for volunteers to rotate picking up the lunches from Franklin School on Tuesdays at 9:30 and then dropping them off at the St. Joseph's Social Center in Elizabeth. We will make up a schedule based on your availability. This will be a great opportunity for our students to help make a difference!

103,5°F

103,5°F=39,7°C. Zumindest hab ich das so berechnet bevor ich heut mit Trixi zum Kinderarzt eilte.

Können die hier nicht den ganzen Kram so berechnen wie es die alte Welt tut?
Fahrenheit, Gallonen, miles, inch, feet, squarefeet, falsch rummes Datum (wow! klasse Deutsch-bin übernächtigt nach 2 Nächten mit kranker Trixi), Schuh und Klamottengrößen, Reifendruck, Uhrzeit (AM, PM), ounces, pounds (nicht 500g! Nein: 450g!!!), cups (ohne die kann man keinem Koch- oder Backrezept folgen!), pints, teaspoon, tablespoon. Die Krönung: stick of butter=1/4 pound=1/2 cup=8T. Butter wird in netten kleinen Päckchen (stick) zu 113g=4OZ. verkauft und auf der Rückseite ist die Tablespoon-Skala aufgemalt. Es sind 8! Tolle Sache. Vorne drauf ist noch vermerkt, dass es süße Butter ist und dann steht erklärend in Klammern, dass das "ungesalzen" bedeutet! Da wirst de echt doof beim Einkaufen und Backen und kranke Kinder pflegen.

Ja, das ist der Grund für diesen Beitrag: Trixi ist seit vorletzter Nacht krank, es ist wohl ein doofer Virus und sie schläft sich grad gesund. Ich mußte bisher nur 4 Termine deshalb absagen. Ist mir ein Rätsel, wie die vielen ernsthaft arbeitenden Mütter das immer hinkriegen. Ich mein, wenn man nirgends Oma und Opa hat...
So, jetzt guck ich mal nach ihr.

Samstag, 26. Januar 2008

Queens

Diese Stadt ist so irre groß!!! Waren heut (Samstag) alle zusammen mal in nem anderen Stadtteil von New York: Queens. Da mußten wir nicht nur durch den Lincolntunnel unter dem hudson durch, sondern auch noch den Queens Midtown Tunnel durchfahren um auf die andere Seite des east river zu kommen. Da war ich noch nie. Unser Ziel war das American Museum of the Moving Image (Kinomuseum). Ein klasse Museum, wo man ganz viel selber machen kann. Marlon, unser Tänzer, hat super vor einer Kamera getanzt und das konnte man später als fertiges Daumenkino kaufen. Er bekommt es als Überraschung in 10 Tagen zum Geburtstag. Dann konnte man in ein Tonstudio und als Synchronsprecher zu einigen Filmen sprechen. Hörte sich witzig an! Dann gab es noch die Möglichkeit verschiedene Filmmusiken zu bestimmten Filmszenen einzuspielen um ganz andere Effekte zu erzielen. Es waren Originalkostüme, viel Kram von Starwars und ganz fiese Masken z.B. aus "Der Exorzist", "Nightmare on Elmstreet" und "Das Schweigen der Lämmer"... ausgestellt. Den Kindern und auch uns hat´s viel Spaß gemacht!
Danach waren wir grad auf der anderen Straßenseite in einem klasse diner Abendessen.
Den Rückweg traten wir andersrum an: erst durch Queens und Brooklyn. Da konnten wir Manhattan mal von der anderen Seite sehen, die brooklyn bridge und den Zusammenfluß von east river und hudson an der Freiheitsstatue. Dann ging es über die Verrazano Brücke nach Staten Island und weiter über die Goethals Brücke nach New Jersey. Es ist ein Wahnsinn wie viele Autos da überall unterwegs sind und wie viele schäbige Häuser man sieht! Beleuchtet in der Nacht ist alles immer super imposant. Hin und Rückweg dauerten je ca. 1 Stunde-ohne in einen Stau zu kommen. Nur mal so als Zahl, dass man sich die Größe besser vorstellen kann!